Wie ich Gründungen einordne
Gründungen scheitern selten an fehlenden Ideen. Und fast nie an mangelnder Motivation.
Was fehlt, ist meist etwas Unauffälligeres: ein klarer Denkrahmen, der hilft, Entscheidungen einzuordnen. Ich betrachte Gründungen nicht als Projekt, sondern als Abfolge von Entscheidungen,
die früh eine enorme Wirkung entfalten. Viele angehende Gründer versuchen, Unsicherheit mit Aktivität zu überdecken. Sie sammeln Informationen, vergleichen Modelle, optimieren Details.
Das fühlt sich produktiv an – schafft aber selten Klarheit. Meine Arbeit beginnt deshalb nicht mit Lösungen, sondern mit Ordnung: Was ist wirklich relevant? Welche Annahmen tragen das Vorhaben? Und welche Entscheidungen werden gerade vermieden?
Ich glaube nicht an schnelle Antworten. Ich glaube an saubere Fragen. Gründungsberatung bedeutet für mich nicht, Menschen zu motivieren oder zu beschleunigen, sondern ihnen zu helfen, tragfähige Entscheidungen bewusst zu treffen.
Wenn dadurch Tempo entsteht, ist das gut. Wenn dadurch Klarheit entsteht, ist es besser.
